Heiligenverehrung, Holzbalkone und historische Häuser – das Dorf Teror auf Gran Canaria

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Gran Canaria steckt voller Überraschungen. Einige dieser Überraschungen birgt das Dörfchen Teror, welches sich im Norden der Insel befindet und auf Grund seiner Geschichte eine bedeutende Stellung innerhalb des Inselgefüges einnimmt. Zu Bedeutung gelangte die Gemeinde u.a. als Wallfahrtsort, vor allem dadurch, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die heilige Jungfrau „Virgen del Pino“ vom damaligen Papst zur Inselpatronin erhoben wurde. Sie soll im Jahr 1481 einigen damaligen Inselbewohnern in einer großen Pinie erschienen sein und wird seit dem als Heilige verehrt, die alles Unheil von der Insel fern halten soll. Zu Ehren der Jungfrau findet jedes Jahr am 8. September ein großes Fest statt, bei dem nahezu die „ganze“ Insel auf den Beinen ist und das im wortwörtlichen Sinne, denn sie laufen in der Nacht in Scharen von Las Palmas den ganzen Weg zum Dorf Teror, eine Strecke von ca. 6 Kilometern, die zudem immer bergauf geht. Dieser Festtag ist nicht nur das größte Event in der Region, sondern es ist auch eines der bedeutendsten religiösen Feste im Veranstaltungskalender der Insel. Die Feierlichkeiten dauern für gewöhnlich eine Woche.
Nach der Heiligenerscheinung von damals wurde sogleich eine Kirche ihr zu Ehren errichtet, die aber leider mehrfach zerstört wurde. Das heutige Nachfolgebauwerk ist die Basilika „Nuestra Señora del Pino“ die im barocken und neoklassizistischen Stil mit ungewöhnlich achteckigen Türmen erbaut wurde.
Im Jahre 1979 wurde der alte Stadtkern vom Dorf Teror in Gran Canaria vollständig unter Denkmalschutz gestellt und damit ein wertvoller Schatz für nachfolgende Generationen erhalten. Prächtige historische Häuser, einige davon aus dem 16. Jahrhundert, säumen den Hauptplatz, Plaza de Nuestra Señora del Pino, und die Calle real de la Plaza. Sie weisen aufwändige holzgeschnitzte Balkone und Steinbalkone auf und sorgen dafür, dass sich ein Ausflug zum Dorf Teror anfühlt wie eine Reise in die Vergangenheit von Gran Canaria.
In der Nähe der Basílica findet man den Platz Teresa de Bolívar, der nach der Ehefrau von Simón Bolívar benannt wurde – der Held Südamerikas im Kampf um die Unabhängigkeit, dessen Großvater im Dorf Teror geboren wurde. Rechts von der Kirche befindet sich das Casa Museo de los Patrones de la Virgen. Das historische Gebäude, welches um einen Hof herum erbaut worden ist, ist im vornehmen Stil des 17. Jahrhunderts eingerichtet. Zahlreiche Gemälde, Waffen, alte Fotografien und antike Möbel spiegeln den Lebensstil der Adligen zu dieser Zeit wieder.
Darüber hinaus findet man in jeder Straße historische Häuser, wobei sich diese an Prunk gegenseitig überbieten. mehr
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