Erdbeben im Süden von Gran Canaria

Am 20. August begann auf El Hierro die Erde leicht zu beben. Während die Erdbewegungen auf der kleinsten Kanareninsel für Menschen kaum spürbar waren, zitterten am 22. August im Süden Gran Canarias die Schränke.
Ein Erdbeben der Stärke 3,4 auf der Richterskala hat am Montagnachmittag die Südküste Gran Canarias erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag zirka 5 Kilometer vor der Küste des wichtigsten Touristenortes Playa del Inglés. Das Beben erschütterte die Erde für rund 4 Sekunden.
Es war das stärkste Erdbeben auf Gran Canaria seit Beginn der seismischen Aktivität am 19. Juli.
In der Nacht nahm sowohl die Anzahl als auch die Intensität der seismischen Aktivitäten auf El Hierro zu. So wurden weitere 46 Erdbeben mit einer Sträke von 1´,8 bis 3,5 auf der Richterskala gemessen.
Glücklicherweise blieben Personenschäden aus. Auch über schwerwiegende Sachschäden wurde bislang nicht berichtet. Das Beben führte jedoch zu einem starken Anstieg der Notrufe in der Notrufzentrale der Insel. Bei einem Großteil der Anrufe handelte es sich lediglich um Anfragen besorgter Bürger.
Auf Gran Canaria kommt es immer wieder zu kleineren Erdbeben. So hat zum Beispiel die Inselregierung einen neuen Plan für den Katastrophenschutz durch Naturgefahren aufgestellt. Die Zunahme der Erdbeben mit einer Stärke von über 2,5 auf der Richterskala könnten ein Indiz für einen bevorstehenden Vulkanausbruch sein. Nach Expertenangaben begründeten sich die Erdbeben auf ein Absenken von Material auf der Ozeanischen Kruste, einem normalen Vorgang bei Inseln vulkanischen Ursprungs.
Obwohl die Stärke der Erdbeben auf Gran Canaria zunimmt sehen die Experten keine Gefährdung für die Einheimischen und Urlauber. Die Wahrscheinlichkeit einer Eruption liege bei weniger als 10% und selbst wenn es zu einem Vulkanausbruch kommen würde, so sei bei diesem Ausbruch nur mit einer sehr geringen Intensität zu rechnen.
Diese Meinung teilen auch die Einwohner. Zwar legen sie zurzeit Notfallkoffer und Vorräte an, dennoch glauben sie nicht wirklich an einen ernsthaften Ausbruch.
Der letzte Ausbruch am Teide-Massiv fand am 18. November 1909 am Chinyero, einem Schlackenkegel 10 km nordwestlich des Gipfels statt. Innerhalb der Caldera ereignete sich der letzte Ausbruch im Jahre 1798 an den Narices del Teide, die an der Flanke des westlichen Nachbarvulkans Pico Viejo (3.134 m) liegen. mehr
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