Der letzte Urwald auf Gran Canaria – Los Tilos de Moya
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Dichter, sattgrüner Lorbeerwald bedeckte einst weite Teile Gran Canarias und der anderen Inseln des kanarischen Archipels. Sie fielen den Rodungen der Spanier zum Opfer, die Brennholz und Anbauflächen für die lukrative Zuckerrohrindustrie benötigten. In dem Naturpark sind über die Jahre zahlreiche Aufforstungsmaßnahmen erfolgt, begonnen wurde damit in den Achtzigern und jedes Jahr werden neue aufgelegt.
Ein Überrest dieser ursprünglichen kanarischen Vegetation, die heute unter Naturschutz steht, findet sich unter anderem bei dem Bergstädtchen Moya. Etwa zwei Kilometer von der, auf einem Felsplateau liegenden, Siedlung entfernt, befindet sich an der Landstraße in Richtung Santa María de Guía das Tal „Los Tilos“. Das Naturschutzgebiet “Los Tilos de Moya” ist ein Teil des Doramas Naturparks der Gemeinde Moya. Das Gebiet des nur sehr langsam wachsenden Lorbeerwaldes erstreckt sich über 2 Kilometer Länge und beträgt 91,5 Hektar und entspricht damit in etwa 130 Fußballfeldern. Hierbei handelt es sich hierbei um ein Flussbett mit steilen Abhängen mit einer Höhe zwischen 500 und 800 m und einem schmalen Grund. Der Lorbeerwald von „Los Tilos de Moya“ ist der letzte Rest Urwald, der vor 500 Jahren die ganze nördliche Insel Gran Canaria überzog.
Der auffälligste Lorbeerbaum dieses Gebietes ist der „Til“ (Ocotea foetens), der zu der Familie der Lorbeergewächsen gehört (Lauraceae), bis zu 40m hoch werden kann und einen starken Duft verströmt. Eine andere sehr häufig vorkommende Art ist der „Echte Lorbeer“ (Laurus nobilis), auch „Edler Lorbeer“ oder Gewürzlorbeer genannt. Die aromatischen Blätter dieses Lorbeerbaumes eignen sich in der Tat für die heimische Küche und werden vor allem bei Suppen, Eintöpfen, Fleisch- und Fischgerichten verwendet. . Neben den Lorbeerbäumen gedeihen in diesem schummerigen, grünem Urwald hauptsächlich Farne und Moose.
Auf Grund des großen Baumbestandes und der dichten Baumkronen überleben im Urwald nur wenige Pflanzen, wie u.a. Farne und Moose. Zwei weitere Pflanzen sind vom Aussterben bedroht, der Hahnenkamm und der gelbe Salbei. Das Naturschutzgebiet „Los Tilos de Moya“ ist nicht nur ein visuelles, sondern auch ein beeindruckendes olfaktorisches Erlebnis! Ein Ausflug, der wieder einmal die unglaubliche Vielfalt der Insel Gran Canaria belegt. mehr
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